4 Tipps zum Beikoststart deines veganen Babys | inkl. BLW-Rezept

Gesunde Ernährung wird noch viel interessanter und wichtiger, wenn es um dein Baby geht. Wie soll ich mein Baby ernähren? Wann ist das richtige Alter um mit Beikost zu starten? Wann soll ich mit dem Stillen aufhören?

Mit all diesen Fragen im Kopf und so vielen Ansätzen und Theorien da draussen ist es kein Wunder, dass viele Mamas und Papas verwirrt sind. Kommt da noch der Faktor vegan dazu, fühlen sich viele verunsichert.

Dieser Beitrag soll für dich und deine Familie eine Inspiration und Hilfe sein.

1. Stillen ist perfekt für Mutter und Kind

Stillen ist das beste, natürlichste und normalste auf der Welt. Es gibt rein gar nichts besseres für dein Baby als Muttermilch. Künstliche Milch kann da nicht mithalten und sollte wirklich nur im äussersten Notfall verwendet werden!

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Deshalb mein Apell: Babys, ran an die Brust! Es gibt keine Ausreden. Ich habe sogar mit einem schmerzenden Abszess in der Brust weitergestillt und alles dafür getan, dass ich weiter stillen kann. Denn es ist ein wundervolles Geschenk an jedes Baby.

Unser kleiner Sonnenschein wurde bis zu seinem 6. Monat ausschliesslich gestillt. Wenn er Interesse zeigte, bekam er einen Apfelschnitz oder beispielsweise eine Karotte um etwas daran zu lutschen.

 2. Baby Led Weaning: Fingerfood vor Babybrei

Nachdem der Kleine bereit war für die Beikost (typische Reifezeichen für den Start findet ihr hier) kam bei uns von Anfang an fast nur Fingerfood auf den Tisch. Dies basiert auf dem Prinzip von BLW. Wir haben uns dafür entschieden, weil es einfach unendlich viele Vorteile hat. Beispielsweise ist es einiges stressfreier, an die Entwicklung des Babys angepasst und vom Baby absolut selbstbestimmt. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier einen spannenden Artikel.

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Mein Buchtipp zum Thema BLW und vegan.**

Unsere Lieblings – Beikoststart – Lebensmittel:

  • Apfel & Birnen (gedünstet oder roh)
  • Karotten (gedünstet)
  • Kartoffeln (gedünstet)
  • Avocado
  • Mango
  • Tomaten
  • Gurken
  • Maispops
  • Dinkel- Zwieback von Holle
  • Beikost-Öl von Holle
  • Einfache Smoothies (z.B.:Wasser, reife Bananen, etwas Beikost-Öl und Himbeeren)

Wir haben die Früchte und das Gemüse jeweils in faustgrosse Stifte geschnitten, so dass sie gut greifbar sind für das Baby.

Weil es bei uns aber auch oft Smoothies gibt, gibt es das natürlich auch für den Kleinen. Ja, wir finden, der Kleine darf auch die breige Konsistenz kennen und geniessen lernen.

Mit etwa 8 Monaten bereitete ich ihm dann zwischendurch auch mal einen leckeren Hirsebrei  mit Früchten/Gemüse, ein Spritzer Orangen- oder Zitronensaft (Vitamin C) und etwas Beikost – Öl zu.

Hirse enthält besonders viel Eisen und ist deshalb optimal für alle veganen Babys!

Wenn es mal schnell gehen soll und ich etwas Abwechlsung reinbringen will, greife ich sehr gerne auf gute Produkte in Demeter-Qualität zurück. Diese sind vom Anbau bis zur Ernte und Verarbeitung besonders naturfreundlich und gesund hergestellt. Und schliesslich ist nur das allerallerbeste gut genug! Unser Kleine mag besonders den Karotten – Brei und den Dinkel-Zwieback in etwas Hafermilch getunkt.

3. «Food before one is just for fun!»

Muttermilch sollte bis zum ersten Lebensjahr die Hauptnahrungsquelle sein, alles was dein Baby mit anderem Essen zu tun hat, ist zum Spass und Lernen da. Diese Erkenntnis hat mir persönlich einigen «du musst jetzt doch essen» – Druck weggenommen.

4. Informiere dich über die vegane Kinderernährung

Unser Sonnenschein wird genau so essen, wie wir auch – zu 99% pflanzenbasiert und gesund. Ich empfehle jedem, sich genau mit der veganen und gesunden Ernährung auseinanderzusetzen und Bücher und Studien darüber zu lesen. Denn leider sind immernoch sehr viele Missverständnisse und falsche Behauptungen im Umlauf. Auch dank der Milch- und Fleischindustrie, welche Millionen daran verdienen, wenn sich Familien ungesund und unbewusst ernähren und krank werden.

Hier findest du einen wertvollen Artikel zum Thema vegane Kinderernährung.

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Rezept: Hirse-Karotten-Bananen-Sticks

Gerne verrate ich dir hier ein einfaches und blitzschnelles BLW – Rezept für dein Baby. Die Sticks sind bestens geeignet um sie mitzunehmen oder sie beispielsweise den Betreuungspersonen mitzugeben.

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Das Rezept ist für Babys ab 6. Monaten gut geeignet und ergibt rund 6 kleine Sticks.

Die Karotte fein raspeln und die Banane mit der Gabel zerdrücken. Dann einfach alle Zutaten miteinander vermengen und die Masse zu kleinen Sticks formen. Den Backofen auf 150 Grad einstellen und die Sticks für ca. 20 Minuten backen. Rausnehmen und abkühlen lassen.

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Gerne tunke ich die gesunden Hirse-Sticks in etwas Baby-Beikost-Öl von Holle und füge so noch wertvolle Omega-Fettsäuren hinzu.

Habt ihr auch leckere Rezepte für BLW – Babys? Oder welche Tipps habt ihr für den gelungengen Start in die vegane Beikostzeit? Schreibt sie mir in die Kommentare, ich freue mich über jede neue Inspiration!

 

*Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit allyouneedfresh.de entstanden.
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4 Kommentare zu “4 Tipps zum Beikoststart deines veganen Babys | inkl. BLW-Rezept

  1. Vegane Kinder finde ich echt sehr schwierig. Ich denke früher oder später wird es Außenseiter sein. Angenommen es ist Kindergeburtstag – soll sich das Kind seinen Kuchen und Snacks dann selbst mitbringen oder erlaubst du dem Kind einfach bei den anderen Kindern mitzuessen?
    Ich freue mich auch auf deinen Besuch bei mir!
    xoxo & liebste Grüße 💙
    Sina von https://CasaSelvanegra.com

    • Liebe Sina,

      Danke für deinen Kommentar! Ich glaube du sprichst für viele, die skeptisch sind, wenn es um vegane Ernährung und Kinder geht. Wir als Familie handhaben das ganz natürlich, wenn unser Kleine gross genug ist und Wünsche äussert bzw. zu Geburtstagen geht, soll er selbst entscheiden was er essen möchte und was nicht. Zu Hause ist und bleibt es vegan, auswärts gestalten wir es so, wie es für alle stimmt. Natürlich backe ich gerne auch einen veganen Kuchen, Kinder sind sehr neugierig und ich bin sicher viele (auch Eltern) würden dann aus reinem „Gwunder“ davon gerne probieren.

      Ich denke eine offene und flexible Haltung ist da sehr wichtig. Und ja, eine vegane, gesunde Ernährung ist ein wichtiger Wert in unserer Familie, den wir, wie jede Familie, an unsere Nachkomen weiter geben. Denn Werte sind für die Identität und Entwicklung von Kindern zentral.

      Ganz herzliche Grüsse, Alexandra

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