Vegan for Youth | Vorgeschichte

Ich stelle mich in meinem Leben liebend gerne neuen Herausforderungen. Sie sind eine willkommene Abwechslung und geben meinen Tagen eine frische Struktur. Aber nicht nur deshalb habe ich mich vor ein paar Wochen dazu entschieden, eine neue Challenge zu starten. Nein, diese Geschichte beginnt an einem ganz anderen Ort.

«Zuerst höre ich nur wirre Stimmen, ein Stöhnen. Nichts. Dann wieder ein Stöhnen. Ein Piepsen irgendwo im Hintergrund. Plötzlich eine nahe Stimme: «Sprechen Sie mir nach: Coooocaa Coolaa!» Aber meine Stimme gehorchte mir nicht. Noch nicht. Erst beim dritten Versuch klappte es. Zögerlich. Mein Hals schmerzt. Immerhin, ich kann meine Füsse bewegen. Langsam dämmert es mir.»

Das war vor knapp einem Jahr. Ich erwachte gerade aus der Narkose meiner zweiten Operation an der Schilddrüse. Heute habe ich keine mehr. Diagnose: Schilddrüsenkrebs. Jetzt muss ich täglich eine Hormonpille schlucken.Und das lebenslang, sozusagen.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich befinde mich seit über einem Jahr auf einer gesundheitlichen Achterbahn. Neben Stimmungsschwankungen leide ich seither an Hautproblemen, Verdauungsstörungen, Trägheit, Müdigkeit und Schmerzen. Vom Calciummangel und seinen Auswirkungen ganz zu schweigen. Ich bin alles andere als gesund.

Wahrscheinlich verspüre ich gerade deshalb einen starken inneren Drang, so gesund wie es auch immer nur möglich ist, zu leben. Diese Krankheit hat mir aufgezeigt, dass ich nur einen Körper habe. Und der ist mitnichten ein Abfalleimer! Lustigerweise kam ich auf meiner Reise auch dank Instagram und anderen Blogs auf eine ganz neue Ernährungsweise: frei von tierischem Protein, prall gefüllt mit pflanzlichen Nährstoffen.

Bei meinen ersten Gehversuchen wurde ich von einem bewundernswerten Mann inspiriert. Eine Challenge – 30 Tage vegan essen und gleichzeitig abnehmen – kam mir sehr gut gelegen. Ja, richtig: ich spreche hier von der Vegan For Fit – Challenge. Attila Hildmann nahm mich in seinem Buch mit auf eine Reise der besonderen aber schönen Art.

Mein veganes Ich war geboren.

Heute, fast ein halbes Jahr später, stehe ich in Berlin in einer Bücherei und kann es kaum erwarten, das Buch endlich in meiner Hand zu halten. Der Autor hat mir mit seinen bisherigen Büchern nicht nur Kraft und Mut geschenkt, nein, er hat es schon einmal geschafft, mein Leben sprichwörtlich umzukrempeln. Schafft er es noch einmal?

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